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Umwandlung GmbH in AG

Zur Verwirklichung unserer Geschäftsidee möchten wir vorerst eine GmbH gründen. In einem späteren Zeitpunkt kommen allenfalls weitere Investoren dazu, wofür dann die Rechtsform einer AG geeigneter wäre. Ist eine spätere Umwandlung der GmbH in eine AG problemlos möglich, oder sollen wir unsere Gesellschaft sicherheitshalber bereits heute als AG gründen?

Ja, eine solche Umwandlung ist nach dem Fusionsgesetz ausdrücklich zulässig (Art. 54 Abs. 1 FusG und Art. 2 lit. c FusG ). Die bisherige Rechtslage war diesbezüglich nicht in allen Fällen klar. Das neue Fusionsgesetz bringt hier mehr Rechtssicherheit. Verfahrensmässig setzt die Umwandlung zwar einige Dokumente und Beschlüsse voraus. Gerade für kleinere und mittlere Unternehmen sieht das Fusionsgesetz für den Umwandlungsbericht (Art. 61 Abs. 2 FusG ), dessen Prüfung (Art. 62 Abs. 2 FusG ) und für das Einsichtsverfahren der Gesellschafter (Art. 63 Abs. 2 FusG ) gewisse Erleichterungen vor. Als kleine und mittlere Unternehmen gelten Gesellschaften, die nicht börsenkotiert sind, keine Anleihensobligationen ausstehend haben und überdies während der letzten zwei Jahre vor der Umwandlung zwei der folgenden Grössen nicht überschreiten: Bilanzsumme von CHF 20 Mio., Umsatzerlös von CHF 40 Mio., 200 Vollzeitstellen im Jahresdurchschnitt (Art. 2 lit. e FusG ).

Zitiervorschlag:
Hans Caspar von der Crone / Andreas Gersbach / Franz J. Kessler / Martin Dietrich / Claudia Fritsche / Katja Berlinger, www.fusg.ch - die Internetplattform zu Fragen des Transaktionsrechts, <http://www.fusg.ch/ihrziel/index.php?frage=5>, Stand: 10.08.2003, besucht am 01.09.2014.

   
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